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Zweites Standbein - Zeit für mehr?

  • Autorenbild: Irene Morueco
    Irene Morueco
  • vor 1 Tag
  • 5 Min. Lesezeit

Mitten im Leben verändert sich manchmal der Blick auf das, was noch vor uns liegt.


Wir haben in den vergangenen Jahren Vermögenswerte aufgebaut. Im Beruf, in der Familie, durch Weiterbildungen und vor allem durch das Leben selbst.


Wir haben Erfahrungen gesammelt, Herausforderungen gemeistert und kennen uns heute vielleicht ein Stück besser als noch vor zwanzig Jahren.

 

Gleichzeitig liegen noch viele Jahre vor uns, die wir gestalten können.

Vielleicht taucht gerade deshalb irgendwann dieser Wunsch nach „mehr“ auf.

 

Mehr von dem zu leben, was längst in uns steckt.



WENN ANDERE FRAGEN WICHTIG WERDEN

Vielleicht verändert sich mit den Jahren nicht nur unser Blick auf das, was hinter uns liegt. Auch die Fragen an das, was noch vor uns liegt, verändern sich.


Unsere Werte und Prioritäten verschieben sich. Finanzielle Sicherheit bleibt wichtig, doch sie ist nicht mehr der einzige Maßstab. Auch unsere Vorstellung von beruflichem Erfolg kann sich verändern. Karriere und Status verlieren vielleicht an Bedeutung, während Selbstbestimmung, Gestaltungsfreiheit und die Frage, was wir mit unserer Arbeit bewirken möchten, wichtiger werden.


Der Luxus von Selbstverwirklichung darf Einzug halten.


Und damit stellen wir uns neue Fragen:


  • Was möchte ich mit den nächsten Jahren anfangen?

  • Was bereitet mir wirklich Freude?

  • Welche Fähigkeiten und Erfahrungen möchte ich stärker einbringen?

  • Und gibt es etwas, das ich schon lange tun möchte, dem ich bisher aber keinen Raum gegeben habe?


Vielleicht kennst du diesen Gedanken: „Eigentlich würde ich gerne …“


Und dann kommt der Alltag dazwischen. Beruf, Familie, Verpflichtungen und all die Dinge, die erledigt werden wollen. Schnell entsteht der Eindruck, dass für etwas Neues einfach keine Zeit da ist. Doch vielleicht lohnt es sich gerade jetzt, die Frage anders zu stellen:


Wofür möchte ich mir wirklich Zeit nehmen?


Denn Zeit für etwas Neues entsteht selten einfach so. Wir schaffen sie, indem wir entscheiden, was uns wichtig ist und wofür wir unsere Zeit einsetzen möchten.

Das bedeutet nicht, dass wir unser bisheriges Leben auf den Kopf stellen müssen. Manchmal beginnt Veränderung viel kleiner: indem wir einer Idee Raum geben, etwas ausprobieren oder uns regelmäßig Zeit für etwas nehmen, das uns wirklich wichtig ist.


Und genau daraus kann Schritt für Schritt etwas Neues entstehen.



WAS WIR HEUTE VERMÖGEN

Wenn wir beginnen, uns diese Fragen zu stellen, richtet sich unser Blick schnell nach vorne.

Was könnte ich machen? Welche Möglichkeiten gibt es? Was könnte zu mir passen?

Und Möglichkeiten gibt es heute beinahe grenzenlos.


Gerade wenn wir vielseitig interessiert sind und vieles können, kann darin auch eine Herausforderung liegen. Eine Idee führt zur nächsten, wir entdecken immer neue Möglichkeiten – und irgendwann wissen wir gar nicht mehr, welcher wir folgen möchten.


Vielleicht lohnt es sich deshalb, den Blick zunächst in eine andere Richtung zu lenken:

Auf das, was längst da ist.


Und wenn wir genauer hinschauen, entdecken wir, wie vielfältig diese Vermögenswerte sind.


Fachwissen und Berufserfahrung gehören dazu. Aber auch Lebenserfahrung, Weiterbildungen, Interessen, persönliche Fähigkeiten, Herausforderungen, die wir gemeistert haben, und Lösungen, die wir auf unserem Weg gefunden haben.


Und dann gibt es noch dieses Wissen, das in keinem Lebenslauf steht. Dinge, die wir irgendwann einfach wissen. Zusammenhänge, die wir erkennen. Ein Gespür, das durch jahrelange Erfahrung entstanden ist. Fähigkeiten, die für uns so selbstverständlich geworden sind, dass wir ihren Wert manchmal gar nicht mehr wahrnehmen.


Vermögen ist eben nicht nur das, was wir besitzen. Vermögen ist auch das, was wir vermögen.




VIELLEICHT LIEGT DIE IDEE NÄHER, ALS WIR DENKEN

Und genau darin könnte bereits etwas stecken, aus dem wir etwas Eigenes entwickeln können.


Manchmal liegt eine Idee sehr nah an dem, was wir beruflich ohnehin schon seit Jahren tun. Vielleicht gibt es einen Teil unserer Expertise, den wir besonders gerne einsetzen und den wir in einem eigenen Angebot auf unsere Art weitergeben möchten. Manchmal liegt die Idee in unserer eigenen Geschichte. Wir haben selbst etwas erlebt, uns intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt und dabei Erfahrungen gesammelt, von denen heute andere Menschen profitieren können. Aus persönlicher Erfahrung ist mit der Zeit wertvolles Erfahrungswissen entstanden.


Und manchmal hat die Idee mit unserem bisherigen Beruf kaum etwas zu tun. Vielleicht gibt es diesen einen Wunsch, der uns schon seit Jahren begleitet. Etwas, das uns begeistert und bei dem wir immer wieder denken: Das würde ich irgendwann gerne einmal machen.


All das können Ausgangspunkte für etwas Eigenes sein.


Eine Businessidee muss deshalb nicht unbedingt am Schreibtisch erfunden werden. Vielleicht geht es viel öfter darum, den eigenen roten Faden zu erkennen und einer Idee, die bereits in uns angelegt ist, eine Form zu geben.




EIN ZWEITES STANDBEIN SCHAFFT MÖGLICHKEITEN

Ein zweites Standbein kann ganz unterschiedliche Möglichkeiten eröffnen:


  • Vielleicht möchten wir unser Wissen und unsere Erfahrung auf eine eigene Art weitergeben. Vielleicht möchten wir etwas bewirken, das innerhalb unserer heutigen beruflichen Strukturen nur begrenzt möglich ist.

  • Vielleicht wünschen wir uns langfristig mehr Unabhängigkeit und Gestaltungsfreiheit.

  • Oder wir möchten heute etwas aufbauen, das uns auch in einer späteren Lebensphase begleitet und wirtschaftlich trägt.


Ein zweites Standbein legt nicht fest, wohin der Weg führen muss. Es schafft zunächst eine zusätzliche Möglichkeit.


Wir müssen heute noch nicht wissen, wie groß daraus einmal etwas werden soll. Wir dürfen anfangen, Erfahrungen sammeln und dem, was in uns steckt, Schritt für Schritt eine Form geben.



WAS IST DEIN "MEHR"?

Vielleicht ist die Lebensmitte genau die richtige Zeit, um sich diese Frage zu erlauben.

Nicht, weil das bisherige Leben oder der bisherige Beruf nicht mehr richtig sind. Sondern weil wir uns weiterentwickelt haben und heute auf einen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, den wir vor zwanzig Jahren noch nicht hatten.


  • Vielleicht ist dein „Mehr“ der Wunsch, dein Wissen weiterzugeben.

  • Vielleicht möchtest du eine Erfahrung, die dich selbst geprägt hat, für andere wertvoll machen.

  • Vielleicht gibt es eine Idee, die dich schon lange begleitet.

  • Oder du spürst einfach, dass du mehr von dem leben möchtest, was längst in dir steckt.

  • Du musst heute noch nicht wissen, was genau daraus entstehen soll.


Aber du darfst anfangen, diesem Gedanken Raum zu geben. Hinzuschauen, was bereits da ist. Dich zu fragen, was dir Freude macht und was du mit den kommenden Jahren gestalten möchtest.


Denn vielleicht geht es bei einem zweiten Standbein am Anfang gar nicht darum, schon den perfekten Businessplan zu haben.


Vielleicht beginnt es mit der Entscheidung, das eigene „Mehr“ ernst zu nehmen.



MÖCHTEST DU HERAUSFINDEN, WAS IN DIR STECKT?

Dann nimm dir Zeit, dein persönliches Potenzial einmal genauer anzuschauen.


Genau dafür habe ich den Potenzialfinder entwickelt.


Mit ausgewählten Reflexionsfragen schaust du auf das, was du bereits mitbringst: deine Fähigkeiten, Erfahrungen, dein Wissen, deine Interessen und Wünsche. Du entdeckst Zusammenhänge und erkennst vielleicht einen roten Faden, der dir bisher noch gar nicht bewusst war.


Denn manchmal müssen wir gar nicht noch mehr suchen. Wir dürfen zuerst entdecken, was längst da ist.





 
 
 

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